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L'installazione che sarà in piazza Loggia dal 21 al 26 novembre 1999 è stato da me
ideata e realizzata con l'aiuto dell'associazione Stradamica, che mi ha seguito e
sostenuto durante i tre anni di lavoro che hanno preceduto la realizzazione dell'opera. Franziska Ermert Franziska Ermert è nata il 13 gennaio 1973 a Neuss in Germania dove ha vissuto la sua
infanzia ed adolescenza nell'ambito di una famiglia numerosa, finendo la sua formazione
scolastica nel 1992 con la maturità ; in seguito il suo primo soggiorno in Italia , a
Gardone Riviera in provincia di Brescia, per approfondire lo studio della lingua e della
cultura italiana. Die Installation, die sich im Zeitraum vom 21. bis zum 26. November in Brescia, in der Piazza Loggia, befinden wird wurde von mir erdacht und verwirklicht. Hierbei danke ich der Fondazion Stradamica,die meine Arbeit förderte, mich durch Ihr Vertrauen unterstützte und ermutigte. Bei der Arbeit handelt es sich um eine Komposition von reproduzierten Erinnerungsbildern. Diese Serie aus 266 Portraits von Personen, die dem Straßenverkehr zum Opfer fielen, entstand aus dem Bedürfnis heraus an den Unfalltod und die damit verbundene Tragik zu erinnern, die jedes Jahr hunderte von Familien und Freunden erfahren müssen. Die Anzahl der Bilder, 266, gibt die Anzahl der Unfalltoten in der Provinz Brescia (Italien) im Jahre 1998 wieder. Dadurch, daß die Unfalltoten heute, an einem neutralem Ort noch einmal zum Leben erweckt werden, wird der zufällige Betrach-ter, der sonst von diesen Schicksalen unbetroffen bleibt, auf eine unvermeidliche Art und Weise damit konfrontiert. Unbewußt versucht der Betrachter Verbindungen zwischen den Abgebildeten festzulegen. Gemein-samkeiten sind jedoch nicht auszumachen und er muß feststellen, daß wir alle die Opfer sind. Er wird die Jugend mit ihrer Frische, Unschuld und Freude, aber auch Skepsis, Scheu ja sogar Angst aus den Gesichtern ablesen können und häufig übermitteln die Bilder der Älteren eine Reife, von der wir meinen, daß sie uns schützen kann. Vielmehr zwingt sich die Frage auf, was für ein Leben jeder einzelne führte und wie sie alle, trotz der bereits offensichtlichen Gegensätze, vom gleichen Schicksal heimgesucht werden konnten. Dabei wird der Betrachter aus Überheblichkeit vielleicht sogar dazu verleitet voreilige Schlüsse zur Täter-Opfer-Frage zu ziehen und versucht so die Verantwortung unserer Gesellschaft zu verneinen. Diese Arbeit, die unter großem inneren Konflikt zusammengestellt wurde, ist für mich eine Hommage an das Leben. Es ist der Wunsch, dieses in seiner Einmaligkeit und vor dem vorzeitigem Vergessen zu schützen. Sie soll ein Anstoß zur Auseinandersetzung mit dem Tod in einer Gesellschaft sein, die aus Furcht vor diesem, die Unsterblichkeit des menschlichen Wesens anstrebt, dabei aber dessen Unvorhersehbarkeit und Rücksichtslosigkeit ignoriert. Franziska Ermert |